Spezifische Angst
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Spezifische Angst
Spezifische Phobien sind weit verbreitet. Etwa 7 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer spezifischen Phobie.
Von einer spezifischen Phobie spricht man, wenn die Betroffenen eine intensiv andauernde Furcht vor einer ganz bestimmten Situation oder einem ganz bestimmten Objekt haben und den zwingenden Wunsch verspüren, diese Situation oder Objekte zu meiden.
Eine Behandlung erfolgt immer dann, wenn die Vermeidung von bestimmten Objekten oder Situationen zu erheblichen Konsequenzen führt und dadurch relevante Einschränkungen des beruflichen und sozialen Lebens entstehen.
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Was sind die Symptome einer spezifischen Phobie?
Bei einer spezifischen Phobie steht die Angst vor konkreten Objekten oder Situationen im Vordergrund. Dabei muss eines der beiden nachfolgenden Kriterien erfüllt sein:
1. Deutliche Furcht vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation
2. Deutliche Vermeidung solcher Objekte oder Situationen
Das Besondere ist, dass die Betroffenen im Grunde wissen, dass ihre Angst übertrieben ist und in Wirklichkeit keine oder keine große Gefahr besteht. Es gibt dabei eine Vielzahl von Phobien, die wir zur Übersicht für Sie in unterschiedliche Typen kategorisiert haben.
Typen spezifischer Phobien:
- Tier-Typ (z.B. Spinnen, Hunde)
- Naturgewalten-Typ (z.B. Höhen, Stürme)
- Blut-Spritzen-Verletzungstyp
- Situativer Typ (z.B. Fahrstuhl, Flugzeug)
- Sonstige Typen (z.B. Angst zu erbrechen, Angst vor kostümierten Figuren) unterschieden
Oft beginnt eine spezifische Phobie bereits im Kindesalter, manchmal entsteht sie allerdings erst zwischen 30 und 40 Jahren. Eine solche spezifische Phobie ist für Betroffene und Außenstehende nicht leicht als eine solche Erkrankung auszumachen.
Sollen Sie einen Verdacht haben an einer solchen Phobie zu leiden, sollten Sie sich umgehend an einen Arzt oder Psychotherapeuten wenden. Die Diagnose kann immer nur von einem erfahrenen Experten gestellt werden, der Sie beraten und in der Behandlung unterstützen kann.
Zur Ergänzung des klinischen Eindrucks wird in der Regel die Diagnostik durch Fragebögen wie beispielsweise Angsterwartungsfragebogen bei Flugreisen (AES) oder Blood Injection Symptom Scale (BISS) ergänzt.
Wie entsteht eine spezifische Phobie?
Die Ursachen für das Entstehen einer Phobie sind vielfältig. Viele dieser Ängste – wie die Furcht vor Tieren oder engen Räumen – haben einen evolutionsbiologischen Hintergrund.
Sie beziehen sich auf Situationen oder Objekte, die in der Geschichte der Menschheit durchaus mit Gefahr verbunden sein konnten. Beispiele dafür sind die Angst vor Spinnen oder Schlangen.
Ein weiterer Faktor für Phobien sind Erfahrungen in der Kindheit und eine damit verbundene Fehleinschätzung der Gefahr.
Wichtig:
Sie sollten solche Phobien rechtzeitig bei Ihren Kindern erkennen, weil eine unbehandelte spezifische Phobie im Erwachsenenalter oft hartnäckig bestehen bleibt.
Vermeidungsverhalten als Teufelskreis:
Durch das Vermeidungsverhalten, welches typisch für Betroffene ist, werden angstbesetzte Situation umgangen, was kurzfristig zu einer Linderung führt.
Das Vermeiden führt dazu, dass man sich besser fühlt und dieses Verhalten verstärkt wird, d.h. bei der nächsten angstbesetzten Situation wird wieder eine Konfrontation vermieden und der Teufelskreis beginnt von vorne.
Eine Prüfung, ob man in der Realität eventuell angemessen mit der Situation umgehen kann, erfolgt eben nicht mehr und dadurch bleibt die Angstsymptomatik bestehen und verfestigt sich über die Zeit.
Wie erfolgt die Behandlung bei einer spezifischen Phobie?
In der Regel werden spezifische Phobien mit einer Expositionstherapie behandelt, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt ist. Gemeinsam mit dem Therapeuten erstellt der Patient eine Angsthierarchie, die die mit Angst besetzten Situationen in eine Reihenfolge ordnet.
Diese Situationen werden dann gezielt durchgespielt und der Betroffene mit seiner Angst konfrontiert. Zum Beispiel wird der Patient bei einer Schlangenphobie dazu aufgefordert, eine Schlange anzufassen oder sie von seinem Arm zu entfernen.
Ein neuer Ansatz zur Behandlung von spezifischen Phobien bieten Virtual-Reality-Techniken; was sich wie Science-Fiction anhört, erzielt vielversprechende Resultate in der Behandlung von Phobien.
Ziele der Behandlung:
- Aufbau von Krankheitsverständnis und einer vertrauensvollen therapeutischen Arbeitsbeziehung
- Exposition mit Reaktionsverhinderung in Rollenspielen, in sensu und in vivo Verhaltensübungen, ggf. systematische Desensibilisierung
- Kognitive Therapie zur Modifikation angstauslösender Gedanken, Erkennen dysfunktionaler Kognitionen, sokratischer Dialog, Spaltentechnik, Reattribution, Selbstverbalisation
- Psychoedukation zur Störung und Entwicklung eines individuellen Krankheitsmodells
- Erlernen von Entspannungsverfahren (PMR, AT)
- Rückfallprophylaxe
Sonderfall: Blutphobie
Eine Blut-, Verletzungs- und Spritzenphobie (kurz: Blutphobie) ist eine Sonderform der spezifischen Phobie. Auch hier haben die Betroffenen Angst vor Situationen, die an sich nicht gefährlich sind – nämlich davor, Blut oder Spritzen zu sehen, sich zu verletzen oder Spritzen zu bekommen.
Eine Besonderheit bei Blutphobikern ist jedoch, dass sie in den Angstsituation dazu neigen, in Ohnmacht zu fallen: Durch die Angst steigen Herzschlag und Blutdruck zunächst an und fallen anschließend abrupt ab. Gleichzeitig kommt es auch zu einer Erweiterung der Blutgefäße.
Dadurch „sackt“ das Blut im Körper nach unten „ab“, und dem Gehirn steht kurzzeitig zu wenig Blut zur Verfügung. Das kann eine kurze Ohnmacht auslösen. Der Patient fällt beim Anblick einer Wunde oder beim Blutabnehmen einfach um und ist kurz bewusstlos. Im Gegensatz dazu treiben die übrigen Phobien Blutdruck und Puls im Moment der Angst eher in die Höhe.
Diese Neigung zur Ohnmacht scheint vor allem bei Menschen vorzukommen, bei denen eine Fehlregulation des autonomen Nervensystems, das die Funktion der inneren Organe reguliert, vorliegt. Diese ist vermutlich zum Teil genetisch bedingt.
Prognose und Heilungsverlauf
Wenn Sie an einer spezifischen Phobie leiden, sind Sie nicht allein. Nach Angaben verschiedener Studien ist jeder zehnte Deutsche von einer spezifischen Phobie betroffen.
Die Angst kann in jedem Lebensalter beginnen, tritt aber in den meisten Fällen in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter zum ersten Mal auf. Die Heilung basiert auf einer Konfrontationstherapie, d.h. durch stetige Konfrontation mit der Angst unter therapeutischer Betreuung wird die Angst abgebaut und verschwindet mit der Zeit. Eine Heilung ist daher sehr wahrscheinlich.
Lesetipps
- Hamm: Spezifische Phobien, Hogrefe.
- Metzig, Schuster: Prüfungsangst und Lampenfieber, Springer.
- Lars-Göran Öst: Spezifische Phobien.
- Anne Schienle und Verena Leutgeb: Angst vor Blut und Spritzen: Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige
- Callahan: Leben ohne Phobie, VAK-Verlag
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