Beziehungen
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Beziehungsstörungen
Bindungsstörungen sind sehr belastend und können die Lebensqualität in hohem Masse einschränken. Sie können dabei bereits in der Kindheit entstanden sein. Ein Kind kann im familiären Umfeld ungünstige Beziehungserfahrungen gemacht haben, die damals nach ungewöhnlichen Strategien verlangt haben, um diese Erfahrungen zu überstehen.
Das Problem ist, dass diese Strategien vom Betroffenen noch heute benutzt werden, obwohl sie im Erwachsenenleben zum psychischen „Überleben“ keineswegs mehr erforderlich wären.
Die erlernten Verhaltensweisen sind tief in der Psyche verwurzelt und zu einer Selbstverständlichkeit für den Betroffenen geworden, deshalb können diese „falschen“ Beziehungsmuster nicht so einfach verändert werden.
Nicht nur das Erkennen dieser Problematik, sondern auch deren Heilung bedarf einer großen Anstrengung und Auseinandersetzung mit sich selbst.
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Was sind Bindungsstörungen?
Eine Bindungsstörung entsteht durch massive Traumata in der Kindheit. Wenn Kinder misshandelt, missbraucht oder massiv vernachlässigt werden, kann dies zu erheblichen Störungen resultieren.
Hierbei werden die wichtigsten Bedürfnisse von Kindern nicht erfüllt. So kann es sein, dass andauernde Verluste wichtiger Beziehungspersonen, ständige Beziehungsabbrüche oder eine schwere psychische oder körperliche Erkrankung der Eltern dazu führen, dass sie das Kind nicht angemessen versorgen können.
Ursachen
Mögliche Ursachen von Bindungsstörungen auf einen Blick:
- Sexuelle Gewalt
- Körperliche Gewalt
- Massive Vernachlässigung
- Häufig wechselnde Bezugssysteme bzw. multiple Verluste von Bezugspersonen
- Multiple unverarbeitete Traumatisierungen von Kindern durch Bindungspersonen
- Emotionale Gewalt
Symptome
1. Bei reaktiv-bindungsgestörte Kindern zeigen sich emotionale Störungen, Aggressionen gegen andere und sich selbst, unglücklich sein, multiple Ängste und deutlich widersprüchliche Reaktionen in verschiedenen Situationen, die für Außenstehende oft nicht erklärbar sind. Bei den schwersten Fällen kommt es sogar Wachstumsverzögerungen. Die reaktive Bindungsstörung reagiert auf eine Milieuveränderung.
2. Die Bindungsstörung mit Enthemmung zeigt sich durch nicht selektierte Anklammerungsversuche der Kinder und aufmerksamkeitsheischendes Verhalten. Es bestehen keine ausgesuchten sozialen Bindungen. Beim Unglücklichsein wird Trost bei keinem oder wahllos bei allen Menschen gesucht.
Es gibt verschiedene Indikatoren, die auf Bindungsstörungen hinweisen können, in diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen verschiedene Typen, um Ihnen einen ersten Eindruck von der Problematik zu geben.
- Menschen, die ihre Mitmenschen und ihre Umwelt als konstant unzuverlässig, nicht vertrauenswürdig, verletzend und kränkend erleben. Immer wieder glauben diese Menschen, doppeldeutige oder klar negative Hinweise in Bezug auf ihre Person zu erhalten. Ihr negatives Selbstbild führt dazu, dass sie sich von Beziehungen zurückziehen, in denen sie verletzt werden. Dabei sinkt die Schwelle von Kränkungen, die diese Menschen zu einem Rückzug veranlassen, stetig und ihre Isolation und Einsamkeit nimmt somit zu.
- Menschen, die ihre Mitmenschen unkritisch sehen und sich an diese bedingungslos klammern, weil sie sich selber nur mit deren Hilfe in der Lage sehen, Entscheidungen zu treffen und sich in der Welt sicher zu bewegen. Sie haben permanent Angst davor, alleine dazustehen, können sich nicht vorstellen, ohne die betreffenden Menschen zu leben und tun „alles“ dafür, damit dieser Fall nicht eintritt. Sie fühlen sich von anderen stark abhängig und haben kein Vertrauen in sich selbst.
- Menschen, die Ihre Mitmenschen als wenig kompetent, sich selber hingegen häufig als überlegen, begabter und intelligenter erleben. Trotz diesen geltend gemachten Fähigkeiten gelingt die große Karriere, die herausragende wissenschaftliche, kulturelle Tat oder die Familiengründung nicht. Im Beziehungsumfeld stoßen diese Menschen immer wieder auf Ablehnung und Zurückweisungen.
- Menschen, die ihre Mitmenschen als intensive Liebespartner erleben, aber nicht über einen längeren Zeitraum mit ihnen zusammen sein können. Allerdings können sie auch nicht ohne diesen Partner leben. Hin und her gerissen von ihren Gefühlen, haben sie Mühe damit, Nähe mit anderen Menschen zu teilen und sind doch zugleich sehr auf diese Nähe angewiesen.
- Menschen, die jegliche Form von Kritik als Kränkung erleben. Kritik ist ihr ärgster Feind, sie tun alles dafür, keinen Anlass zu Kritik zu bieten. Ihr Ziel ist, möglichst perfekt zu sein oder zumindest so zu erscheinen. Dabei lassen sie niemanden an sich herankommen, um potenziellen Enttäuschungen vorzubeugen.
- Menschen, die anderen (insbesondere unbekannten Menschen) mit großer Unsicherheit und Gefühlen der Minderwertigkeit begegnen. Keine Kontrolle über den Verlauf solcher Begegnungen zu haben, löst große Angst aus, und diese Menschen vermeiden solche Situationen wo immer möglich. Dabei werden sie immer einsamer.
Sind bestimmte Erfahrungen in frühster Kindheit nicht gemacht worden, können Fähigkeiten nicht entwickelt werden. Immer wieder werden gleiche Muster wiederholt. Beziehungen werden mit Menschen aufgenommen, die ebenfalls dysfunktionale Muster aufweisen.
Oder aber Menschen mit gesunden Mustern ergreifen die Flucht, da sie mit solchen Stimmungsschwankungen, gegen sie gerichteten Angriffen und zunächst nicht begreifbaren Verhaltensweisen, nicht zurechtkommen.
Bindungsstörungen sind dabei häufig nur der Vorläufer von Persönlichkeitsstörungen, wie Borderlinestörung und narzisstischen Persönlichkeitsstörungen, sowie dissoziativen Störungen wie auch multipler Persönlichkeit und Depression.
Ein Psychotherapeut betrachtet das Bindungsproblem von außen. Er kennt die meisten Störungen, die es geben kann und wird aus Ihren Erzählungen schnell verstehen, worum es bei Ihrem Problem gehen könnte.
Was davon liegt an Ihnen, was davon liegt an der Wahl Ihrer Beziehungspartner und was können Sie verändern um nicht mehr frustrierende Erfahrungen mit Partnern machen zu müssen. Es geht dabei vor allem darum bei Ihnen einen Prozess der Selbstreflexion zu initiieren, der Ihnen hilft sich besser selbst besser zu verstehen und schlechte Verhaltens-/Denkmuster zu erkennen und aufzulösen.
Für die Suche von Lösungen liegt die Konzentration auf Veränderungen im jetzigen Zustand und wie und ob diese möglich sind. Die Verhaltenstherapie konzentriert sich dabei primär auf das „Hier und Jetzt“ des Problems.
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