Hörsturz und Tinnitus
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Hörsturz und Tinnitus
Klingeln, Pfeifen, Rauschen: Ein Tinnitus macht Betroffenen oft ganz schön zu schaffen. Ohrgeräusche treten meist plötzlich auf und können ganz verschiedene Ursachen haben. Tinnitus zu behandeln beziehungsweise zu heilen, ist deshalb gar nicht so einfach.
Die Geräusche im Ohr an sich sind zwar ungefährlich, belasten und ermüden die Betroffenen aber oft sehr stark. Auch das Verständnis für diese Belastungen, die mit Ohrensausen und Ohrenklingeln einhergehen, ist oft begrenzt, denn die Töne, die auch ein Knacken sein können, sind dabei für andere nicht hörbar.
Von Tinnitus Betroffene berichten, dass die Töne mal schwächer und mal stärker auftreten können. In meiner Praxis in Musterstadt biete ich eine psychotherapeutische Behandlung an, die Ihnen hilft die Ohrengeräusche besser auszuhalten.
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Tinnitus?
Ein Hörsturz (Gehörsturz, Ohrinfarkt) ist eine plötzliche, innerhalb von Sekunden oder Minuten auftretende Hörminderung im Innenohr, die in der Regel nur ein Ohr betrifft, und zwar ohne erkennbare Ursache. Dabei werden die Die Ohrgeräusche wie beispielsweise Brummen, Pfeifen oder Klingeln werden nur vom Patienten selbst wahrgenommen und besitzen keinen Informationswert für den Betroffenen.
Nur selten kann man einen Tinnitus auch tatsächlich hören, man spricht dann von „objektivem Tinnitus“, der zum Beispiel bei Gefäßverengungen auftritt.
Mit einem Tinnitus geht meist eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, da sich durch einen chronisch anhaltenden Tinnitus starke Einschränkungen im Alltag ergeben können. Für die Betroffenen entsteht so ein hoher Leidensdruck, der sich in depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, das Gefühl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlusts sowie Ängsten niederschlagen kann.
Prinzipiell kann ein Hörsturz in jedem Lebensalter und bei beiden Geschlechtern auftreten. Bei Kindern ist er aber sehr selten. Das Alter der meisten Betroffenen liegt um das 50. Lebensjahr herum. In Deutschland erleiden jedes Jahr circa 4 % der Menschen einen anhaltenden Hörsturz (Dauer > 3 Monate).
Symptome
Das typische Hörsturz-Symptom ist der beschriebene plötzliche und schmerzlose Hörverlust, wobei die Hörminderung unterschiedlich stark ausfallen kann. Mit dem Hörsturz gehen meist weitere Beschwerden einher wie:
- Druckgefühl oder Wattegefühl im Ohr
- Schwindel
- Tinnitus
- Pelziges Gefühl um die Ohrmuschel
Neben dem Hörsturz empfinden Patienten manchmal auch auf der betroffenen Seite Töne und Geräusche als übermäßig laut. Diese Überempfindlichkeit gegenüber Schall nennt man Hyperakusis.
Wiederum andere Patienten berichten von einer veränderten Schallwahrnehmung (Dysakusis) oder Doppelthören (Diplakusis), bei der ein Ton mit dem einen Ohr normal, mit dem anderen, erkrankten Ohr als höher oder tiefer empfunden wird.
Wer Veränderungen beim Hören bemerkt, sollte schnell einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Die Heilungschancen sind am größten, wenn man innerhalb der ersten drei Tage handelt.
Das Teufelskreismodell des Tinnitus (nach Kröner-Herwig et al., 2010):
Ursachen
Die Ursachen für einen Tinnitus können vielfältig sein. Mögliche Auslösefaktoren für einen Tinnitus sind ein Hörsturz, Entzündungen des Innenohrs, Lärm- und Knalltrauma, Stoffwechselkrankheiten und oft eine damit einhergehende Hörminderung.
Eine klare Ursachenbestimmung ist in der Regel nicht möglich. Man weiß aber, dass die Ohrgeräusche durch eine fehlerhafte Informationsbildung bzw. -verarbeitung im Hörsystem zustande kommen.
Ein Tinnitus wird also durch minimale Veränderungen im Hörsystem ausgelöst, die keine körperliche Gefahr darstellen. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle ist der Tinnitus kein Zeichen für eine ernste Krankheit.
Ursachen auf einen Blick:
- Schwerhörigkeit
- Ohrenschmalz oder Fremdkörper im Ohr
- Lärm- und Knalltrauma
- Hörsturz (Hörinfarkt) durch Durchblutungsstörungen der kleinsten Gefäße im Innenohr.
- Innen- und Mittelohrentzündungen
- Arterienverkalkung
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder zu hoher bzw. niedriger Blutdruck
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Nierenfunktionsstörungen
- Funktionsstörungen der Halswirbelsäule
- Zahn- und Kieferprobleme wie Kieferfehlstellungen Zähneknirschen, Zahnfüllungen oder Verkrampfungen der Kaumuskulatur (Craniomandibuläre Dysfunktion)
- Medikamente wie Antibiotika (Gentamycin), harntreibende Mittel (Diuretika), Chemotherapeutika (Krebsmedikamente), Mittel gegen Malaria, einige Psychopharmaka sowie für höhere Dosierungen des Schmerzmittels Acetylsalicylsäure (ASS).
- Emotionale Belastungen: Etwa die Hälfte aller Tinnitus-Patienten berichtet von starkem Stress (aktuell oder in der Vergangenheit). Auch Ängste, Überforderung und psychische Erkrankungen können zu Ohrensausen führen, auch wenn man bislang noch nicht weiß, wie das möglich ist.
In der Regel ist der Hörsturz ein einmaliges Ereignis, aber bei wenig belastbaren Menschen kann sich das Innenohr zum Stressorgan entwickeln, so dass ihre Hörkurve bei größeren Anspannungen immer wieder absinkt.
Für diese Menschen kann es oftmals hilfreich sein in der Psychotherapie entsprechende Entspannungstechniken zu erlernen, um alltäglichen Stressquellen wie Ärger im Beruf, Konflikte in der Familie oder Leistungsdruck, besser begegnen zu können.
Behandlung
Bei einem Hörsturz hat sich neben der medikamentösen Behandlung durch Kortison auch die Kognitive Verhaltenstherapie als wirksam erwiesen. Gerade wenn der Hörsturz mit Stress in Verbindung gebracht liegt, reicht eine reinmedizinische Behandlung nicht aus.
Bei der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, die Zusammenhänge zwischen dem Ohrgeräusch, der aktuellen Lebenssituation und der emotionalen Befindlichkeit zu klären. Sie setzt an der Einstellung und Bewertung des Betroffenen bezüglich seines Ohrgeräusches an und versucht negative Denkmuster aufzudecken, die sich ungünstig auf die Erkrankung auswirken.
Ziele
- Vermittlung von Stressbewältigungstechniken: Da Stress oftmals der Auslöser oder Verstärker von Hörsturz, Tinnitus, Hör- und Gleichgewichtsproblemen ist, liegt ein Hauptaugenmerk der Therapie darauf, effektive Verfahren zur Bewältigung zu erlernen.
- Erlernen von Entspannungsverfahren: Als besonders wirkungsvoll haben sich die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, das Autogene Training nach Schultz und Imaginationsübungen aus der Hypnotherapie erweisen sich als ausgezeichnete Möglichkeiten bei der Bewältigung des Tinnitus´.
- Veränderung ungünstiger Bewertungen und Einstellungen: Es ist wichtig, eigene stressverschärfende Einstellungen im Rahmen der Therapie zu identifizieren und zu verändern. Darüber hinaus sollten auch stressreduzierende Einstellungen aufgebaut werden, um Auswege und Alternativen aufzuzeigen.
- Tinnitusdesensibilisierung: Bei einem chronischen Tinnitus kann es hilfreich sein dem Betroffenen Strategien an die Hand zu geben, mit denen er lernt besser mit seinem Tinnitus umzugehen und eine höhere Toleranz demgegenüber zu entwickeln. Dabei ist das Ziel ein unbeschwertes „Leben im Tinnitus“ zu entwickeln.
- Psychodynamische Lösungsansätze: Ein stressbedingter Tinnitus ist meist der Ausdruck einer tieferen seelischen Belastung, dieser wird sich der Therapeut mit Ihnen im Rahmen einer intensiven Auseinandersetzung widmen.
Da die Belastung durch den Tinnitus sehr unterschiedlich wahrgenommen wird, muss eine Therapie immer auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten werden.
Manche Patienten können den Tinnitus in ihren Alltag integrieren, andere leiden durch das permanente oder intermittierende Ohrgeräusch unter Höllenqualen. In einem Gespräch wird Ihnen der Therapeut, in Absprache mit dem Arzt, mehrere Möglichkeiten aufzeigen, wie sie mit dem Tinnitus umzugehen lernen.
Krankheitsverlauf und Prognose
Wie ein Hörsturz im Einzelfall verlaufen wird, lässt sich nicht vorhersagen. Eben so wenig lässt sich die Dauer der Hörminderung abschätzen.
Prinzipiell gilt: Vor allem ein leichter Hörsturz kann nach wenigen Tagen spontan von allein ausheilen. Besteht der Tinnitus länger als drei Monate, wird von einem chronischen Tinnitus gesprochen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Spontanheilung oder einer medizinischen Beseitigung wird dann als unwahrscheinlich eingeschätzt.
Rückfallrisiko
Hörsturz-Patienten haben ein etwa 30% Risiko einen erneuten Hörsturz zu erleiden. Besonders gefährdet sind Menschen mit bestehenden Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder anhaltendem Stress.
Dauer der Therapie
Der Patient kommt in der Regel einmal wöchentlich für eine Sitzung (á 50 Minuten) in die Praxis. Bei schweren Fällen, insbesondere bei einer Erkrankung an Depression, Angststörung, posttraumatischer Belastungsstörung oder Persönlichkeitsstörung, in deren Rahmen sich ein Leiden an Tinnitus entwickelt hat oder bei einem chronischen Tinnitus mit Schweregrad 4 kann manchmal ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer Tinnitus-Klinik hilfreich sein.
Diese Kosten können je nach Klinik oder Rehabilitationseinrichtung auf Antrag eines Facharztes für Psychotherapie oder Psychiatrie von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen werden.
Kostenübernahme
Eine Abrechnung über die gesetzlichen Krankenkassen ist in der psychotherapeutischen Praxis Mustermann teilweise möglich.
Sie haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Kostenzuschuss durch die Krankenversicherung zu stellen. Wird dieser genehmigt, erstattet Ihnen die Kasse einen Teil des bezahlten Honorars zurück.
Für weitere Informationen bezüglich der Kosten/Honorare nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.
Quellen & Lesetipps
- Ross: Tinnitus – so finden Sie wieder Ruhe, GU
- Hesse, G.: Tinnitus. Thieme, Stuttgart (2008) Reiß, M (Hrsg.): Facharztwissen HNO-Heilkunde. Springer, Heidelberg (2009)
- Tinnitus: Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual von Birgit Kröner-Herwig, Burkard Jäger und Gerhard Goebel, BELTZ, 2010
- Tinnitus: Leiden und Chance von Helmut Schaaf und Gerhard Hesse, PROFIL München, 2008
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