Familientherapie
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Familientherapie
Die Familientherapie hat ihre Wurzeln in den USA der 50er-Jahre. Schon damals haben Psychotherapeuten erkannt, dass viele Probleme von Patienten im Zusammenhang mit der Familie betrachtet werden müssen. Denn das soziale Umfeld und vor allem die eigene Familie haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit und psychische Entwicklung eines Menschen.
Oftmals wurzeln Probleme eines Familienmitglieds in unterschwelligen Konflikten innerhalb der Familie oder werden durch diese verstärkt, der Familientherapeut hilft Ihnen dabei, diese Konflikte aufzudecken und zu lösen.
Dazu werden in der Familientherapie werden alle Personen mit einbezogen, die für den Heilungsprozess des Patienten eine Rolle spielen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Familie im engen Sinn.
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Wann ist eine Familientherapie ratsam?
Eine Familientherapie wird häufig dann in Anspruch genommen, wenn familiäre Probleme so gravierend sind, dass man diese nicht einfach durch ein klärendes Gespräch oder ähnliches lösen kann.
In der Therapie versucht der Therapeut zunächst, die geblockten Kommunikationskanäle zwischen den Familienmitgliedern wieder zu öffnen und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln. Auf dieser Basis werden dann die bestehenden Probleme angegangen, die die Familiendynamik negativ beeinflussen.
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen hat die Familie einen bedeutenden Einfluss auf deren Entwicklung. Beispielsweise haben Jugendliche mit Essstörungen oft Eltern, die selbst ein gestörtes Verhältnis zu Nahrung haben, viel Wert auf die Figur legen oder hohe Leistungsansprüche stellen.
Wichtig:
In der Therapie geht es nicht darum, die Familie für Probleme verantwortlich zu machen. Vielmehr sollen ungünstige Interaktionen innerhalb der Familie erkannt und nach sinnvollen Lösungen gesucht werden.
Häufige Gründe für eine Familientherapie:
- Schulische Probleme
- Chronische körperliche Erkrankungen oder die lebensbedrohliche Erkrankung eines Familienmitglieds
- Schwerwiegende Konflikte innerhalb der Familie
- Traumatische Erfahrungen wie der Verlust eines Familienmitglieds
- Psychische Probleme oder Erkrankung eines Familienmitglieds, z.B. eine Essstörung, Sucht oder Depressionen
- Eheprobleme, Trennung oder Scheidung der Eltern
Darüber hinaus ist eine Familientherapie auch hilfreich, wenn Veränderungen innerhalb der Familie für Probleme sorgen. Der Therapeut kann die Familie zum Beispiel bei Scheidungen oder wenn ein Todesfall das Gleichgewicht der Familie erschüttert, unterstützen.
In welchen Fällen ist die Familientherapie nicht geeignet?
Eine Familientherapie ist bei schwerwiegenden, chronifizierten Symptomen eines Familienmitglieds, bei denen gegebenenfalls auch medikamentöse Unterstützung erforderlich ist, nicht geeignet. Hier sind Einzeltherapien meistens sinnvoller. Dasselbe gilt bei schwerwiegenderen Persönlichkeitsstörungen, Zwangserkrankungen oder traumatischen Erfahrungen.
Worüber wird in einer Familientherapie gesprochen?
Probleme innerhalb einer Familie sind im Detail vielschichtig und komplex. Allerdings lassen sie sich meistens jedoch einem oder mehreren der folgenden Punkte zuordnen:
- Erziehungsfragen
- Anpassungsschwierigkeiten
- Trennung bzw. Scheidung
- Kommunikationsschwierigkeiten
- Schulische Probleme
Was ist Familientherapie?
Unter Familientherapie versteht man eine Therapieform, bei der die Familie als soziale Gemeinschaft im Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit steht. Insofern kann sie auch als eine Sonderform der Gruppentherapie angesehen werden.
Das Ziel der Familientherapie ist die Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und ein dadurch befriedigenderes Zusammenleben der einzelnen Familienmitglieder zu erzielen.
Aus der Familientherapie hat sich eine eigenständige Therapierichtung – die systemische Therapie – entwickelt. Weil die Familientherapie und die systemische Therapie eng verbunden sind, haben Familientherapeuten oft eine systemische Therapeutenausbildung.
Allerdings ist die Familientherapie nicht an eine Therapieform gebunden, sondern setzt im Rahmen der Behandlung auch auf psychoanalytische, tiefenpsychologische, systemische und humanistische Methoden, um einen größtmöglichen Erfolg zu erreichen.
Was macht man bei einer Familientherapie?
Die Vorgehensweise in der Familientherapie unterscheidet sich abhängig von der Therapieausrichtung. Trotz der unterschiedlichen, gibt es einige Gemeinsamkeiten im Ablauf.
Am Anfang einer jeden Therapie steht die vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeuten und Familienmitglied. Diese bildet die Grundlage ohne die eine erfolgreiche Behandlung ausgeschlossen ist.
Wichtig:
Sollte die „Chemie“ zwischen dem Therapeuten und der Familie aus irgendeinem Grund nicht stimmen, ist es ratsam, einen anderen Therapeuten aufzusuchen.
Ein wichtiges Thema der Familientherapie ist die Kommunikation zwischen den Personen. Häufig treten Missverständnisse auf, weil Bedürfnisse nicht klar ausgesprochen werden.
Der Familientherapeut tritt überparteilich auf. Das bedeutet, dass er versucht, sich in jedes Familienmitglied einzufühlen, ohne eine Person zu bevorzugen. Durch diese Haltung ermöglicht er jedem Familienmitglied, seine Sichtweise und seine Bedürfnisse einzubringen. Dadurch können Missverständnisse in der Kommunikation aufgedeckt werden und die Familienmitglieder entwickeln ein größeres Verständnis für die Wahrnehmung der Anderen.
Um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Familienmitgliedern zu verbessern und die Therapie erfolgreich zu gestalten, bedient sich der Therapeut verschiedenster Gesprächs- und Fragetechniken, die im Folgenden erklärt werden.
1. Systemische Familientherapie
In den meisten Fällen bildet die Systematische Therapie, ebenso wie bei der Paartherapie, die Basis der Familientherapie. Die Systemische Familientherapie sieht die Probleme eines Individuums als Symptom eines kranken Systems. Wenn in einer Familie ungünstige Beziehungsmuster entstehen, kann das psychische Symptome bei einzelnen oder auch mehreren Familienmitgliedern auslösen.
Entscheidend hierbei ist, wie die einzelnen Familienmitglieder die Situation und die anderen Personen wahrnehmen und bewerten. Der Therapeut dient hierbei als „neutrale“ Person, die von außen agiert und der Familie einen besseren Überblick verschaffen kann. Die Aufgabe des Therapeuten ist es dabei, die Familie dazu zu bringen, ihre Beobachtungen zu hinterfragen und andere Perspektiven einzunehmen. Durch diesen Prozess können die einzelnen Mitglieder neue Erkenntnisse gewinnen und so eine Veränderung in den Verhaltensmustern und Beziehungen zueinander entwickeln.
Der Schlüssel zum Verstehen und zur Veränderung einer bestehenden Krise oder eines Problems innerhalb eines Familiensystems liegt in der systemischen Therapie nicht auf einer Person, sondern alle Beteiligten müssen bereit sein für Veränderungen.
Meist wird aber an einer Person innerhalb des Familiensystems deutlich, dass es Schwierigkeiten im Umgang miteinander gibt. Diese Person wird durch eine gewisse Symptomatik auffällig, Experten bezeichnen sie als „Symptomträger“. Auch Kinder können diese Rolle einnehmen.
2. Verhaltenstherapeutische Familientherapie
In der verhaltenstherapeutischen Familientherapie liegt der Fokus darauf, die psychischen Probleme eines Familienmitglieds zu lindern oder zu heilen. Hierbei wird – im Gegensatz zur Einzeltherapie – die Familie in den Behandlungsprozess miteinbezogen.
Zunächst klärt der Therapeut die anderen Familienmitglieder über die psychische Störung des Betroffenen auf, dadurch lernt die Familie, wie ungünstige Kommunikationsmuster oder Verhaltensweisen die psychische Störung verstärken können bzw. vermieden werden sollten. Im Anschluss daran Gemeinsam wird nach Lösungen für die Probleme gesucht.
Neben diesen Lösungsansätzen hilft der Therapeut der Familie auch Kompetenten für eine bessere Kommunikation und Stressbewältigung zu entwickeln.
3. Psychoanalytische Familientherapie
Die psychoanalytisch ausgerichteten Familientherapie ist an Sigmund Freud angelehnt. Diese führt aktuelle Beziehungsprobleme auf Probleme und Störungen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung zurück. Diese frühen Konflikte wirken sich demnach bis in die Gegenwart aus und beeinträchtigen so die Beziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern.
Um die Dynamik und Konflikte innerhalb der Familie zu verstehen, wird der Therapeut daher nach ausgesprochenen bzw. unausgesprochenen Schuldzuweisungen fragen, um so den Konflikt aufzudecken und dann lösen zu können.
Was muss ich nach einer Familienberatung beachten?
Nach einer Sitzung beim Familientherapeuten sollten sich die beteiligten Familienmitglieder Zeit nehmen, die besprochenen Inhalte in Ruhe zu verarbeiten. Geben Sie auch den anderen Familienmitgliedern diese Möglichkeit.
In manchen Fällen treten sofort positive Veränderungen aufgrund der Therapie ein. Doch häufig brauchen Veränderungen ihre Zeit, da die ungünstigen Beziehungen und Verhaltensmuster in einer Familie oft bereits seit vielen Jahren bestehen und sich nicht so schnell durch eine Familientherapie ändern lassen.
Doch mit viel Geduld und Ausdauer kann es gelingen, diese ungünstigen Dynamiken zu durchbrechen und die Konflikte innerhalb der Familienmitglieder dauerhaft zu lösen.
Das Ziel der Familientherapie
Das Ziel der Familientherapie ist es zunächst den Sinn und die Funktion eines Konflikts, der im Zusammenhang mit familiären Krisen auftaucht, zu verstehen. Erst danach geht es darum nach alternativen Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
Gerade die Systemische Therapie legt vor allem den Fokus auf die Stärken der einzelnen Familienmitglieder und deren Fähigkeit diese Probleme nach dem Erkennen auch gemeinsam bewältigen zu können.
Welche Risiken birgt eine Familientherapie?
Bisher sind keine Risiken der Familientherapie bekannt. Allerdings neigen viele Menschen bei Streitigkeiten dazu, einen Schuldigen für die Probleme verantwortlich zu machen. Es ist eine bequeme Lösung, die den eigenen Selbstwert nicht gefährdet. Deshalb kann sich die psychische Situation anfangs auch verschlechtern.
Zudem kann es vorkommen, dass sich einzelne Familienmitglieder nicht an der Psychotherapie beteiligen wollen. Diese Entscheidung sollte man akzeptieren. Es kann manchmal bereits ausreichen, wenn einige Familienmitglieder den Willen zur Veränderung haben, um die Beziehungen innerhalb der Familie positiv zu beeinflussen.
Dauer einer Familientherapie
Eine Familien-Sitzung dauert in der Regel 80 Minuten und findet einmal pro Woche statt. Die erste Sitzung dient dabei dem Kennenlernen und dem Abstecken der Therapieziele.
Wie viele Sitzungen eine Familie benötigt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei manchen reichen bereits vier bis fünf Sitzungen, andere benötigen deutlich mehr.
Wichtig:
In der Regel finden Termine mit größeren zeitlichen Abständen statt, so dass genug Zeit bleibt die Erkenntnisse und Hausaufgaben aus den Therapiesitzungen im Alltag integrieren zu können. Das bedeutet auch, dass auf Eigeninitiative der Klienten gesetzt wird.
Kosten und Krankenkasse
Mein Honorar im Rahmen der Familientherapie wird leider weder von den gesetzlichen noch den privaten Kassen oder der Beihilfe erstattet, es beträgt ca. 130-150€ pro Sitzung.
Wichtig:
Zu Beginn eines solchen Therapieprozesses sollten der Umfang und die Klärung von Zielen im Vordergrund stehen, damit die Kosten überschaubar bleiben.
Gibt es auch kostenlose Angebote einer Therapie?
Einige Familienberatungsstellen bieten eine kostenlose Beratung an. In Einzelfällen besteht außerdem die Möglichkeit, dass anfallende Kosten vom Sozial- oder Jugendamt übernommen werden.
Unter Umständen können auch Krankenkassen die Kosten für eine Familientherapie decken. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Therapie in einer psychologischen oder psychotherapeutischen Praxis oder einer Psychosomatik-Abteilung einer Klinik stattfindet.
In jedem Fall sollten Sie sich aber im Vorfeld über eine mögliche Kostenübernahme erkundigen.
Ein konkretes Beispiel der systemischen Familientherapie!
Für wen ist sie geeignet bzw. wann ist die Systemische Familientherapie nicht geeignet?
Seit Ende 2008 wird die Systemische Therapie in Deutschland als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt. Sie gilt als wirksame Behandlungsoption für verschiedene affektive Störungen.
Hier einige Beispiele:
- Depressionen
- Essstörungen
- Suchterkrankungen
- Psychosomatische Krankheiten
Auch Kinder und Jugendliche profitieren von einer Systemischen Therapie. Voraussetzung – wie bei jeder anderen Therapie auch – ist die Bereitschaft sich selbst und seine Rolle in Systemen wie zum Beispiel der Familie anzuschauen und zu reflektieren.
In jedem Fall sollten Sie sich aber im Vorfeld über eine mögliche Kostenübernahme erkundigen.
Ein konkretes Beispiel der systemischen Familientherapie!
Was ist das Ziel einer Systemischen Familientherapie?
Ziel ist es zunächst den Sinn und die Funktion eines Symptoms, das in Zusammenhang mit partnerschafts- oder familiären Krisen auftaucht, zu verstehen. Im weiteren Verlauf geht es dann darum nach alternativen Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Die systemische Therapie ist somit vor allem Ressourcenorientiert und legt den Fokus auf die Stärken der Menschen.
Sie haben noch Fragen zum Thema Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, dann kontaktieren Sie mich gerne unten per Email oder rufen Sie mich unter 0172/333xxxxx Praxis Dr. Mustermann in Musterstadt/Musterstadtteil an!
Ich berate Sie gerne und helfe Ihnen selbstverständlich weiter.
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