Dialektisch behaviorale Therapie
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DBT
Die DBT stellt ein Behandlungskonzept dar, das ursprünglich Anfang der 90er Jahre von Prof. Marsha M. Linehan in den USA für die ambulante Psychotherapie chronisch-parasuizidaler Frauen mit der Diagnose einer Borderline-Störung entwickelt wurde.
Die DBT versteht unter Borderline eine Störung der Emotions- und Spannungsregulation. Auf Basis einer emotionalen Verletzlichkeit können für den Betroffenen Schwierigkeiten entstehen, eigene Emotionen zu regulieren. Wenn zudem die Umwelt die Gefühle und das Verhalten des Betroffenen nicht wahrnimmt, kann dies zu einer Verstärkung der Symptomatik führen.
Zur Behandlung dieser Störung macht sich DBT Techniken aus verschiedenen Psychotherapie-Ansätzen wie zum Beispiel der Verhaltens-, Gesprächs- und Hypnotherapie zunutze und kombiniert diese mit östlichen Meditationspraktiken (Achtsamkeit).
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Entwicklung des DBT-Ansatzes
Mit der Dialektisch-Behavioralen Therapie wurde ein komplexer Therapieansatz begründet, der kognitiv-behaviorale Interventionen (Skills-Training, kognitive Umstrukturierung, Expositionstraining, Kontingenzmanagement, Verhaltensanalyse) miteinander verbindet.
Insbesondere immer wiederkehrende dysfunktionale Verhaltensmuster zur Bewältigung von Problemen sollen im Rahmen der Therapie erkannt, hinterfragt und verändert werden.
Der Therapieansatz der DBT entspricht den wissenschaftlichen Anforderungen an ein psychotherapeutisches Verfahren:
- Eine empirisch fundierte Theorie
- Ein Handbuch zum Verfahrensinhalt
- Störungsspezifisches Konzept, dass ein breites Spektrum therapeutischer Strategien und Techniken, wie kognitive Verhaltenstherapie, Körpertherapie, Hypnotherapie berücksichtigt.
- Die DBT wurde erfolgreich an spezifische Erfordernisse in der Behandlung von Borderline-Patienten adaptiert.
- Ihre Wirksamkeit wurde in kontrollierten und randomisierten Studien überprüft und nachgewiesen.
Der DBT-Therapieansatz ist mittlerweile weit verbreitet und hilft Menschen in Amerika, Asien und Europa.
Skills-Training
Ein wesentlicher Baustein der DBT ist das Skills-Training, das den Aufbau von Fertigkeiten zur Veränderung von Verhaltens-, Gefühls- und Denkmustern und einer Unterbrechung von dysfunktionalen Mustern zum Ziele hat.
Das Skills-Training setzt sich aus vier verschiedenen Bereichen zusammen.
- Achtsamkeitstraining: Beim Achtsamkeitstraining wird eine bewusste Wahrnehmung und Akzeptanz des Hier und Jetzt angestrebt, wodurch bisherige Verhaltens- und Denkmuster stärker beobachtet und hinterfragt werden können.
- Stresstoleranztraining: Das Stresstoleranztraining dient dem Erkennen und Anwenden von spannungsregulierenden Strategien, wodurch Hochstressphasen bewältigt und vorgebeugt werden kann.
- Emotionsregulierende Maßnahmen: Diese zielen auf eine Identifikation, Überprüfung und Regulierung von Emotionen ab.
- Interpersonellen Fertigkeiten: Diese Trainingsform dient dem Erlernen von sozialer Kompetenz und einer angemesseneren Verhaltensreaktion in zwischenmenschlichen Konflikten.
Der Wechsel von problemorientierten Veränderungsstrategien (Verhaltensanalyse, Veränderungen von destruktiven Gedanken) und akzeptierenden Strategien (Intervention im Umfeld) wird als dialektische Strategie bezeichnet und ist das Kernstück der DBT.
Darüber hinaus werden die wiederkehrenden Verhaltensmuster genauer analysiert und die dafür verantwortlichen Mechanismen hinterfragt.
Konkretes Beispiel: Borderline-Störung
In der DBT gliedert sich der therapeutische Prozess für Betroffene in drei Phasen mit jeweils definierten Problemfeldern.
Phase 1: Suizidalität und Selbstschädigung
Phase 2: Bearbeitung traumatischer Erfahrungen
Phase 3: Integration und Wege zu neuer Identität
Im Mittelpunkt von Phase 1 der Borderline-Störung stehen Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation. Gefühle oder deren körperliche Erscheinungsformen werden als überwältigend und bedrohlich wahrgenommen oder phasenweise komplett abgespalten („tot fühlen“).
In der Therapie sind Suiziddrang und Selbstverletzung sind als eigenständiges Problemfeld vorrangig zu behandeln. Um Auswege aus der Krise zu finden, müssen Prozesse oder Verhaltensmuster, die die Therapie gefährden, intensiv überprüft werden.
Wichtig:
Grundsätzlich geht es in dieser Phase um die aktive Problemlösung und Verbesserung der Fähigkeiten.
In Phase 2 waren Borderline-Patienten Situationen ausgesetzt, die ihre Fähigkeit zur Bewältigung überschritten haben. Dissoziationen weisen auf eine schlecht verarbeitete traumatische Erfahrung hin. Diese Traumata müssen von einem erfahrenen Therapeuten angesprochen und analysiert werden.
In Phase 3 geht es um das Entdecken neuer Fähigkeiten, das Spüren von verschütteter Lebendigkeit, aber auch um das Akzeptieren von nicht wiedergutzumachenden Verletzungen.
Quellen und Lesetipps:
- Linehan: Dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung, CIP Medien.
- Bohus, Wolf: Interaktives SkillsTraining für Borderline-Patienten. Manual zur CD-ROM für die therapeutische Arbeit. Stuttgart: Schattauer
- Böhme, Fleischhaker, Mayer-Bruns, Schulz: Dialektisch-Behaviorale Therapie für Jugendliche (DBT-A) – Therapiemanual, Eigenverlag.
- Fleischhaker, Schulz: Borderline-Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter, Springer.
- Linehan, Schmidt, Dimeff, Craft, Kanter, Comtois (1999) Dialectical behavior therapy for patients with borderline personality disorder and drug-dependence: The American journal on addictions, v. 8, p. 279–292.
- Matthew McKay, Jeffrey C. Wood, Jeffrey Brantley: The Dialectical Behavior Therapy Skills Workbook: Practical Dbt Exercises for Learning Mindfulness, Interpersonal Effectiveness, Emotion Regulation & Distress Tolerance. (= New Harbinger Self-Help Workbook). New Harbinger Publications, 2007, (deutsch: Starke Emotionen meistern. Dialektische Verhaltenstherapie in der Praxis. Wege zu mehr Achtsamkeit, Stresstoleranz und einer besseren Beziehungsfähigkeit. Junfermann Verlag, Paderborn 2010.
- Alice Sendera, Martina Sendera: Skills-Training bei Borderline- und Posttraumatischer Belastungsstörung. 2. Auflage. Springer-Verlag, Wien 2007.
- Christoph Kröger, Christine Unckel: Borderline-Störung. Wie mir die dialektisch-behaviorale Therapie geholfen hat. 1. Auflage. Hogrefe-Verlag, 2006.
- M. Bohus, M. Berger: Die dialektisch-behaviorale Psychotherapie nach M. Linehan. Ein neues Konzept zur Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen. In: Nervenarzt. 67, 1996, S. 911–923.
• M. Bohus: Borderline-Störung. (= Fortschritte der Psychotherapie. 14). Hogrefe, Göttingen 2002. - Martin Bohus, Christian Schmahl: Psychopathologie und Therapie der Borderline- Persönlichkeitsstörung. In: Deutsches Ärzteblatt. 103(49), 2006, S. A-3345 / B-2912 / C-2793. Deutsches Ärzteblatt, Dez. 2006, zuletzt abgerufen am 20. Januar 2009
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