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Einzeltherapie für Senioren

Psychische Probleme und Erkrankungen treten im Alter genauso auf wie in jungen Jahren. Neue Studien belegen, dass rund jeder Fünfte über 65 Jahren davon betroffen ist. Und doch wird dies nur selten erkannt und noch seltener professionell therapiert.

Häufig scheuen sich ältere Menschen mit einem Arzt oder Angehörigen über solche Themen zu sprechen, weil sie befürchten nicht ernst genommen oder sogar als „verrückt“ erklärt zu werden.

Die Erziehung dieser Generation war oftmals geprägt davon, dass jeder mit seinen Problemen allein fertig werden muss. Dies führt dazu, dass ältere Patienten vor allem körperliche Beschwerden schildern und sich nur selten zu psychischen oder sozialen Schwierigkeiten äußern.

Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021

Inhaltsverzeichnis

Besondere Belastungen der Senioren

Gerade im Alter sind Menschen oft großen psychischen Belastungen ausgesetzt, die für diesen Lebensabschnitt typisch sind. Sie werden mit zahlreichen Lebensveränderungen und Herausforderungen konfrontiert, wie z.B.:

  • Verlust enger Bezugspersonen oder des Lebenspartners
  • Einsamkeit
  • Renteneintritt und Aufgabe des Berufes
  • Eine geringe Rente und daraus resultierende Existenzängste
  • Schwere Erkrankungen
  • Umgebungswechsel durch Umzug in ein Seniorenheim
  • Zunehmende Pflegebedürftigkeit
  • Nachlassende körperliche und geistige Fähigkeiten
  • Chronische Schmerzen
  • Kinder, die ausziehen und dann oft weit entfernt wohnen

Wichtig:

Neben den beschriebenen besonderen Belastungen denen ältere Menschen oft ausgesetzt sind, können auch bestimmte Medikamente und Krankheiten eine Depression auslösen oder zumindest begünstigen.

Oftmals gehen mit dem Alter auch der Verlust von Aufgaben, Zukunftspläne und Ziele einher. Der Sinn geht verloren und es erscheint einem so als würde man nur noch auf den Tod warten. Das Leben wird zum Wartezimmer.

Dem Betroffenen fehlen dann meistens geeignete Bewältigungsstrategien im Umgang mit den Veränderungen, sodass sich schnell eine Depression entwickeln kann.

Typische Warnsignale sind:

  • Traurigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Reizbarkeit
  • Energielosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Selbstzweifel
  • Hoffnungslosigkeit

Meistens treten als Begleiterscheinungen Ängste, Appetitstörungen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten auf und erzeugen einen hohen Leidensdruck beim Betroffenen.
Gerade Freunde und Angehörige nehmen eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung und Behandlung psychischer Erkrankungen ein. Meist sind sie die ersten, die merken, wenn sich jemand verändert.

Deshalb sollten sie die Symptome ernst nehmen, nicht bagatellisieren, den Betroffenen darauf ansprechen und ihn bei der Suche nach professioneller Hilfe unterstützen.

Häufige altersbedingte Erkrankungen

Die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter sind Verhaltensstörungen, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Angststörungen, sowie Alkoholsucht und Medikamentenabhängigkeit.

Wichtig:

Altersdepressionen sind auf den ersten Blick kaum erkennbar. Oft verbergen sie sich hinter körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Schmerzen, Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit oder Schwindel. Psychische Anzeichen, wie Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Freudlosigkeit, Ängste, Gereiztheit, gefühlte Sinnlosigkeit und die gedrückte Stimmungslage werden oft als Folge des körperlichen Befindens angesehen. Und doch ist es nicht selten umgekehrt: eine kranke Seele verursacht die körperlichen Symptome.

Begleitung durch den Psychotherapeuten

Eine professionelle und einfühlsame Begleitung durch einen erfahrenen Psychologen kann in solchen Situationen hilfreich sein. Der Psychotherapeut kann dem Betroffenen durch die Vermittlung geeigneter Bewältigungsstrategien innerhalb von nur wenigen Sitzungen konkrete Hilfestellungen geben und eine effektive Linderung der Symptome erreichen, sodass Leichtigkeit und Lebensfreude zurückkehren können.

Selbsttest

Als kleine Orientierung geben ich Ihnen hier eine Selbsttest an die Hand. Dieser Selbsttest soll Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln, ob eine psychologische Unterstützung für Sie sinnvoll sein kann.

Erste Fragen zur Orientierung:

  1. Haben Sie die Freude an Dingen verloren, die Ihnen sonst Spaß machen? Ja/Nein
  2. Fehlt Ihnen der Antrieb für alltägliche Aufgaben? Ja/Nein
  3. Fühlen Sie sich meist niedergeschlagen und traurig? Ja/Nein
  4. Grübeln Sie viel? Ja/Nein

Wenn Sie von diesen vier Fragen eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet haben und Ihre Beschwerden bereits länger als 2 Wochen andauern, beantworten Sie noch die folgenden drei Fragen:

  1. Haben Sie Konzentrationsprobleme, oder fällt es Ihnen schwer, Entscheidungen zu treffen? Ja/Nein
  2. Wachen Sie mitten in der Nacht oder auch früh morgens auf, fühlen sich schlecht und können nicht mehr einschlafen? Ja/Nein
  3. Haben Sie schon daran gedacht, dass es besser wäre, nicht mehr zu leben? Ja/Nein

Wenn Sie auch eine oder mehrere der letzten Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, könnte eine Depression vorliegen. Denken Sie aber bitte daran, dass dieser Selbsttest nur zur Orientierung dient. Ob eine depressive Grunderkrankung vorliegt, sollten Sie immer von einem professionellen Psychotherapeuten abklären lassen.

Gerne berate und unterstütze Ich Sie bei Ihren Themen auch vor Ort und komme direkt zu Ihnen nach Hause.

Ziele einer Psychotherapie im Alter

Die Ziele einer Psychotherapie im Alter sind immer im Einzelfall zu erörtern. Ziele könnten sein, z.B.: seine persönliche Vergangenheit anzunehmen, vor allem aber in der Bewältigung seiner aktuellen Probleme, sowie die Verminderung von (Alltags-) Belastungen.

Dabei ist es wichtig, immer zu berücksichtigen, welche Veränderungen für den Betroffenen tatsächlich machbar bzw. zumutbar sind und über welche Kapazitäten er verfügt.

Neben den eigentlichen psychotherapeutischen Maßnahmen ist es oft notwendig, auch andere Unterstützungsmaßnahmen zu planen und in die Wege zu leiten: Besuche bei Fachärzten, Hilfe im Haushalt oder Betreuung durch soziale Dienste und Einrichtungen. Dies erfordert auch die Mithilfe und Zusammenarbeit von Angehörigen.

Quellen

  • Hautzinger, M. (2000). Depression im Alter. Erkennen, bewältigen, behandeln.
  • Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Gruppenprogramm. Beltz – Psychologie Verlags Union, Weinheim. Kind/Jugendlichem und den Angehörigen.

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