Tiefenpsychologische Psychotherapie
Warum Sie mich auswählen sollten:
- Maßgeschneiderte Behandlung
- Modernsten Behandlungsmethoden
- Höchste Qualitätsstandards
- Ganzheitlicher Ansatz
- Flexible Terminvergabe
Tiefenpsychologie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht auf Siegmund Freud (1856-1939), den Begründer der Psychoanalyse, zurück. Sie ist eine Weiterentwicklung der Psychoanalyse.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass unser Denken, Handeln und Fühlen bis hin zu körperlicher Gesundheit nicht nur unserem Willen, sondern auch unbewussten Einflüssen unterliegen. Dies sind vor allem innere Konflikte, die im Leben eines jeden Menschen vorkommen und das spätere Leben in besonderem Maße bestimmen. dann besonders bestimmen.
So kann zum Beispiel der Wunsch, unabhängig und selbstständig zu sein mit dem gleichzeitigen Wunsch nach Bindung und Versorgung in Konflikt stehen und zu Spannungen beim Patienten führen.
Deshalb ist das Ziel der Therapie zunächst, die zugrundeliegenden Konflikte bewusst zu machen und im Anschluss daran zu lösen, die Struktur zu verbessern und damit dem Patienten zu helfen, seine Störung zu überwinden.
Die Wirksamkeit von tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ist abgesichert und wird deshalb als sogenanntes Richtlinienverfahren von der Krankenkasse übernommen.
Autor: Marta Mustermann
Position: Psychologin
Aktualisiert: 29.04.2021
Inhaltsverzeichnis
Was ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie?
Der Begriff tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie umfasst verschiedene therapeutische Verfahren, die sich aus der Psychoanalyse von Sigmund Freud entwickelt haben.
Im Zentrum der tiefenpsychologisch fundierten Behandlung stehen aktuelle psychische Probleme. Die Grundannahme bei diesem Verfahren ist, dass verdrängte Konflikte aus der Kindheit die Auslöser für die aktuellen Probleme darstellen.
Von dieser Annahme ausgehend, werden dann vor allem unbewusste Motive und zentrale Konflikte bearbeitet, die das jetzige Problem für den Patienten unlösbar gemacht bzw. die Krankheit bedingt haben.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist im Gegensatz zu einer Psychoanalyse zeitlich begrenzt. Daher konzentriert sich der Therapeut auf die wichtigsten Konflikte, die den Patienten belasten. Auch wenn Konflikte aus der Kindheit erforscht werden, geht der Fokus immer wieder auf das Hier und Jetzt zurück.
Aus diesem Grund setzen sich Therapeut und Patient bei dieser Therapieform kontinuierlich Teilziele und das Vorgehen des Therapeuten ist aktiver als bei der klassischen Psychoanalyse.
Die Therapie findet immer im Sitzen in einer eher alltäglichen Gesprächssituation statt. Dabei kann der Patient die Mimik und Gestik des Therapeuten sehen und deuten.
Für wen ist eine tiefenpsychologische Therapie geeignet?
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist für alle Menschen geeignet, die aufgrund von aktuellen Konflikten eine psychische Erkrankung entwickelt haben.
Solche Konflikte können durch verschiedene Dinge ausgelöst werden. So kann z. B. ein einschneidendes Lebensereignis, wie eine Partnerschaftstrennung, der Tod eines nahen Angehörigen oder eine unerwünschte Versetzung am Arbeitsplatz dazu führen, dass innere Konfliktthemen, mit denen man bislang gut zurechtkam, wiederbelebt werden.
Geeignet für Menschen mit:
1. Neurotischen Erkrankungen: Wenn neurotische Erkrankungen aufgrund von aktuellen Konflikten entstanden sind, Beispiel sind depressiven Störungen, Angststörungen, Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen.
2. Strukturellen Störungen: Unter strukturellen Störungen versteht man spezifische Probleme, die vor allem in der Beziehung zu anderen auftreten. Beispiele sind Schwierigkeiten in der Selbstwahrnehmung oder in der Regulation von Gefühlen (Wut, Zorn, Freude), der Wahrnehmung wichtiger Bezugspersonen, der Bindung und der Kommunikation.
3. Traumafolgestörungen: Bei Traumafolgestörungen ist es in der Regel erforderlich, dass der tiefenpsychologisch arbeitende Therapeut zusätzlich in Traumatherapietechniken geschult ist und die Behandlung entsprechend anpasst. Achten Sie bitte bei der Auswahl Ihres Therapeuten darauf.
Diese Therapieform kann als Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt werden.
Wichtig:
Essentiell für die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist, dass der Patient bereit ist, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Das heißt, er muss motiviert und willens sein an sich zu arbeiten. Ohne Freiwilligkeit und Motivation wird die Therapie keinen Erfolg haben.
Behandlungsablauf
In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht man davon aus, dass es neben dem bewussten Teil unserer Psyche auch Teile gibt, die uns nicht bewusst sind, die aber dennoch Einfluss auf unser inneres Erleben und unser äußeres Handeln haben.
Aus diesem Grund zielt die Behandlung zunächst darauf ab, einen Teil dieses Unbewussten erkennbar zu machen, um dem Patienten eine bessere Erkenntnis und Befriedigung seiner Bedürfnisse zu ermöglichen.
Dazu erkundigt sich der Therapeut nach den Symptomen, wichtigen Beziehungen im Leben des Patienten und prägenden Erlebnissen in seinem Lebenslauf. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie konzentriert sich immer auf die Gegenwart. Biographische Aspekte sind nur insofern wichtig, als dass sie helfen können, die Probleme in der Gegenwart besser zu verstehen.
Während der Therapie hat der Patient die Aufgabe dem Therapeuten durch freie Assoziation einen Einblick in seine Gedanken zu gewähren.
Freie Assoziation bedeutet, dass der Patient in den Therapiesitzungen möglichst ungefiltert erzählt, was ihm gerade einfällt. Er soll sich dabei keine Gedanken darüber zu machen, ob das nun wichtig oder unwichtig ist. Dies dient dem Therapeuten dazu, mögliche Auslöser für die Probleme aufzudecken.
Ein wichtiger Aspekt in der Anfangsphase der Therapie ist, einen zentralen Konflikt herauszuarbeiten. Der Therapeut erhält über die Erzählungen des Patienten ein Bild darüber, wie er sich in anderen Beziehungen zum Beispiel mit den Eltern, Freunden oder mit Partnern verhalten hat. Durch das Erzählte ist es dem Therapeuten möglich das heraus zu filtern und aufzunehmen, was für das Verständnis und die Therapie des aktuellen Problems hilfreich ist.
In der Anfangsphase geht es auch darum, einen zentralen Konflikt herauszuarbeiten. Im Zusammenhang mit diesem Konflikt werden dann die Ziele festgelegt, die der Patient in der Therapie erreichen möchte. Ein Ziel kann zum Beispiel sein, mehr Selbstvertrauen und eine stärkere Selbstständigkeit zu entwickeln.
1. Konfliktzentrierte Vorgehensweise:
Bei einer konfliktzentrierten Vorgehensweise arbeitet der Therapeut mit den Techniken der Klärung (1), Konfrontation (2) und Deutung (3).
a. Die Klärung
Zur Klärung zählen all diejenigen Maßnahmen, die dem Therapeuten helfen, das Erzählte besser zu verstehen. Diese Klärung besteht oft aus Nachfragen wie zum Beispiel:
- „Können Sie mir das noch genauer erklären?“
- „Wie ging es Ihnen dabei?“
- „Was meinen Sie damit genau?“
- „Verstehe ich das richtig, dass…?“
Solche Nachfragen sind sehr wichtig, weil Probleme und Konflikte des Patienten erst dann ausreichend verstanden und bearbeitet werden können, wenn der Therapeut die Möglichkeit hat, sich in die Lage des Patienten zu versetzen.
b. Die Konfrontation
Konfrontation bedeutet, dass der Therapeut den Patienten auf etwas aufmerksam macht, was ihm auffällt. Häufig sind dies Widersprüchlichkeiten, wie z. B. dass der Patient lustige Geschichten mit einem traurigen Gesicht erzählt. Diese Widersprüchlichkeiten sind dem Patienten meist nicht bewusst und insofern bedeutsam, weil sie auf zentrale innere Konfliktthemen hinweisen können.
c. Die Deutung
Bei der Deutung gibt der Therapeut dem Patienten eine Rückmeldung. Hat der Therapeut die unbewussten Wünsche, Konflikte und Gefühle, die zu den Problemen des Patienten führten, verstanden, so teilt er dies dem Patienten mit. Ein Beispiel: „Ich habe den Eindruck, dass Sie nicht sehen können, wie schwer Sie der Tod Ihrer Mutter getroffen hat, weil Ihnen dann vielleicht erst bewusst wird wie einsam Sie sich fühlen. Und das macht Ihnen Angst.“
d. Übertragung und Gegenübertragung
Übertragung bedeutet, dass Überzeugungen, wie Andere mit einem umgehen und einen wahrnehmen oder Erwartungen, die man an Andere hat, sich auch in der therapeutischen Beziehung einstellen können.
Zum Beispiel hat man das Gefühl, dass man
- bei Anderen kein Gehör findet, oder
- von Anderen nicht geachtet wird
- immer an allem schuld zu sein
- glaubt nichts schaffen zu können
Diese Anteile können sich dann auch in der Beziehung mit dem Therapeuten einstellen. Eine solche Übertragung kann ganz unbewusst durch Gewohnheit entstehen.
Oftmals empfinden wir Menschen aus dem Berufsleben oder aus dem Freundeskreis in einigen Anteilen so, wie früher den Vater, die Mutter, die Oma oder andere wichtige Bezugspersonen aus unserer Kindheit.
Ein erfahrener Therapeut erkennt schnell, dass es sich um eine Übertragung handelt und die Gefühle oder das Verhalten des Patienten nicht alleine aus der aktuellen Situation heraus erklärbar sind.
Nun startet der Therapeut die Gegenübertragung. Bei der Gegenübertragung reagiert der Therapeut auf den Patienten und richtet seinerseits seine eigenen Gefühle, Vorurteile, Erwartungen und Wünsche auf diesen. Die Aufgabe des Therapeuten besteht dann darin, sein Erleben und sein Verständnis dem Patienten Stück für Stück so zur Verfügung zu stellen, dass dieser etwas über sich verstehen kann, was er bisher so nicht wusste.
Ein Beispiel: Der Patient fühlt sich von seiner Therapeutin gut verstanden und hegt freundschaftliche Gefühle (Übertragung). Daraufhin macht er ihr Geschenke und lädt sie zum Essen ein (agierte Übertragung). Sie findet ihn sympathisch und verspürt eine Neigung, auf das Angebot einzugehen (Gegenübertragung). Diese Neigung teilt die Therapeutin dem Patienten mit (ohne auf das Angebot einzugehen), so kann dieser mehr über sich und sein Verhalten erfahren.
Das Sehen und Verstehen von eigenen unbewussten Konflikten ist dabei der erste Schritt zur Veränderung.
2. Strukturzentrierte Vorgehensweise
Die Ziele einer strukturzentrierten Vorgehensweise ist, dass der Therapeut dem Patienten hilft:
- Intensive Gefühle auszuhalten
- Schädliche Verhaltensmuster aufzugeben
- Die Wahrnehmung seiner eigenen Gefühle und Bedürfnisse und der Anderer zu schärfen.
Dazu interveniert der Therapeut mit Hilfe der sogenannten „Ich-Funktionen“. Diese Form der Intervention soll den Übertragungsprozess des Patienten begrenzen und wirkt sich so stabilisierend aus. Diese strukturzentrische Vorgehensweise basiert auf den Folgenden 3 Prinzipien.
a. Stabilisierende Interventionen
Bei der stabilisierenden Intervention handelt es sich um Techniken, die dem Patienten helfen sollen unangenehme Gefühle besser auszuhalten. Diese Techniken können sich von Entspannungsübungen bis hin zur strukturierten Tagesplanung erstrecken.
b. Aufbau der Ich-Funktionen
Die Ich- Funktion dient dem Patienten sich selbst besser zu verstehen. Dazu weist der Therapeut den Patienten auf seine Gefühle hin und fordert ihn auf diese zu hinterfragen. Zum Beispiel fragt der Therapeut, warum er gerade so zornig ist. Im Anschluss daran zeigt der Therapeut, wie der Patient mit solchen Situationen umgehen kann, welche Auswege es gibt und wie man unangenehmen Situationen vermeiden bzw. meistern kann.
c. Begrenzung der Übertragungsprozesse
Die Übertragungsprozesse begrenzen bedeutet, dass der Therapeut dem Patienten möglichst wenig Gelegenheit bietet, unrealistische Phantasien über ihn und seine Haltung dem Patienten gegenüber zu entwickeln. Dies ist wichtig, weil bei strukturellen Störungen solche Phantasien oft angstauslösend sind.
Um diese Begrenzung zu erreichen ist der Therapeut aktiv; er geht auf die Fragen des Patienten ein, arbeitet an aktuellen Problemen und strukturiert die Stunden akribisch. Sobald der Therapeut den Eindruck hat, dass der Patient ihn verzerrt wahrnimmt, oder etwas in ihn hineininterpretiert, also eine Übertragung stattfindet, spricht er dies an und klärt den Patienten auf.
Risiken einer tiefenpsychologischen Therapie.
Bei einer Therapie, die sich über einen langen Zeitraum erstreckt, besteht immer das Risiko, dass der Patient eine emotionale Abhängigkeit zum Therapeuten entwickelt. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass Patienten nach dem Ende einer Therapie in ein emotionales Loch fallen.
Ein erfahrener und sensibler Therapeut ist sich dessen bewusst und wird Sie deshalb am Ende der Therapie darauf vorbereiten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Sie aufgrund der intensiven Auseinandersetzung mit Ihren Problemen verborgene Seiten Ihrer Persönlichkeit entdecken und so im Laufe der Therapie Ihre Haltung bzw. Verhalten verändern. Wenn zum Beispiel eine ruhige und stille Person auf einmal (gestärkt durch die Therapie) selbstbewusst auftritt, kann das in dessen Umfeld zu Irritationen führen. Lassen Sie sich davon aber nicht verunsichern.
Was muss ich nach einer tiefenpsychologischen Therapie beachten?
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit sich selbst bzw. seinen Konflikten, das erfordert eine Menge Kraft und Mühe. Die Therapie ist daher effektiver, wenn sich der Patient nach einer Sitzung die Zeit nimmt, das Besprochene in Ruhe zu verarbeiten und sich gegebenenfalls Notizen zu machen.
Gegen Ende der Therapie sollten Sie bestehende Ängste und Sorgen ansprechen. Eventuell müssen bestimmte Themen auch noch einmal besprochen werden. Deshalb kann es in manchen Fällen sinnvoll sein die Therapie zu verlängern.
Kosten und Dauer
Die Wirksamkeit von tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ist nachgewiesen und wird deshalb als sogenanntes Richtlinienverfahren von der Krankenkasse übernommen.
Hierzu muss der Therapeut einen Therapieantrag an die Krankenkasse schreiben. Ein medizinischer Gutachter der Krankenkasse beurteilt dann, ob die Therapie aus medizinischer Sicht notwendig ist. Wenn er dies bejaht, wird er der Krankenkasse empfehlen, die Therapiekosten zu übernehmen. Die Kassen richten sich nach dieser Empfehlung.
Die Krankenkasse übernimmt maximal 80 Stunden. Die probatorischen Sitzungen sind davon ausgenommen. In der Regel wird zunächst entweder eine Kurzzeittherapie über 25 Stunden oder eine Therapie über 50 Stunden beantragt. Eine Verlängerung auf 80 Stunden ist möglich.
Die tiefenpsychologische Therapie kann zwischen 3 Monaten bis hin zu zwei Jahren dauern, wobei die Sitzungen in der Regel ein bis zwei Mal pro Woche stattfinden.
Alles auf einen Blick:
- Kurzzeittherapie: 25 Sitzungen
- Langzeittherapie: 100 Sitzungen
- Sitzung á 50 Minuten (1-2 pro Woche)
- Einzelsitzung oder Gruppentherapie möglich
- Therapiedauer: Zwischen 3 Monaten bis zu 2 Jahren
Quellen und Lesetipps:
- Hautzinger, H., et al.: Klinische Psychologie, Beltz Verlag, 8. Auflage, 2016.
- Kämmerer, W.: Auf der Suche nach dem Wort, das berührt, Springer Verlag, 1. Auflage, 2016.
- Wöller, W. & Kruse, J.: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Schattauer Verlag, 4. Auflage, 2014.
- Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen: www.bdp-verband.org
- Zimbardo, P. & Gerrig, R.: Psychologie, Pearson Verlag, 18. Auflage, 2008.
- Ärzteblatt: www.aerzteblatt.de/archiv/37670.
Jetzt Termin vereinbaren
Wichtig: Felder mit einem * sind Pflichtfelder.